Schmiedag Hansa 50 D mit Sachs D500 W in Zweiholm Ausführung

 

Zapfwelle Abdichten

 

Hier eine kleine Beschreibung.

 

Da der Getriebedeckel abgebaut werden muss, geht die Rep. schon mit dem Tank los. Diesel und Schmieröl Tank entleeren, die Leitungen am Tank oder am Dieselfilter und Schmierölpumpe abschrauben. Diesel und Schmieröltank sind mit vier Schrauben am Getriebedeckel befestigt.

Kupplungs- und Gaszug müssen losgemacht werden.

 

 

Das Bremsgestänge, in meinem Fall die Zugstangen müssen Ausgehängt werden.

Gangschalthebel und Betätigungsstangen für Zapfwelle und Differentialsperre demontieren.

Den Hebel und den Stützarm (Lagerbock) der Differentialsperre losschrauben und erst mal weglegen.

Die innen-sechs-kant Schrauben des Getriebedeckels entfernen und den Deckel abnehmen.

Vorsicht!! Der Deckel mit Lenkholm wiegt schon einiges. Laßt euch das ganze nicht auf die Füße fallen.

 

 

Das Innenleben eines Hansa 50. Das Schaltgetriebe mit Hohlrohrschaltstangen, angeschweißten Schaltgabeln und links die Kammer für den Zapfwellenantrieb.

 

 

Zum Ausbau der Zapfwelleneinheit muss das Antriebszahnrad raus. Splint entfernen, Kronenmutter abschrauben und das Zahnrad von der Welle abnehmen.

Die Kegelkerbstifte des Kurvenstück es herausschlagen und die äußere Schaltwelle des Kurvenstück herausschlagen. Den außen liegenden Schalthebel entfernen. Ist auch mit einem Kegelkerbstift befestigt.

Die Schraube der inneren Schaltwelle entfernen. Die Welle muß nun um 90Grad gedreht werden. Der Stellring links auf der Schaltwelle ist mit zwei kurzen Kerbstiften gesichert. Diese Kerbstifte müssen raus. Jetzt kann man die Schaltwelle nach links herausziehen und die innere Schaltgabel herausnehmen.

 

Jetzt kommt das Doppelzahnrad dran.

 

Die Welle des Doppelzahnrades ist mit einer Stiftschraube zum Zapfwellendeckel gesichert. Die Stiftschraube kann mit einem Schlitzschraubendreher herausgeschraubt werden. Die Welle hat im Bereich des Getriebegehäuses einen O-Ring. Es ist möglich, das die Welle sich nicht einfach demontieren lässt. Nach dem entfernen der Stiftschraube habe ich die Welle mit einem Dorn mal ein wenig hin und her gedreht und gleichzeitig mit einem Montiereisen zwischen Getriebegehäuse und Dorn versucht die Achse herauszuziehen. Nach einige male drehen, vor und zurück und etwas Rostlöser wurde der O-Ring geschmeidig und die Welle kam widerstandslos heraus.

Wenn jetzt alles gut läuft, dann kann man das Doppelzahnrad hoch ziehen. Leider musste ich in die Trickkiste greifen.

Das Doppelzahnrad habe ich mit einem Draht hoch gehängt.

Jetzt könnt Ihr die sechs Schrauben des Zapfwellendeckels entfernen und die komplette Einheit herausziehen.

 

 

Mit einem Abzieher habe ich das erste Zahnrad mit der Lagerbüchse demontiert. Dann die Schaltgabel und Schaltmuffe abnehmen.

Dann kommt die Keilwellenbuchse ab. Achte auf den Gewindestift in der Buchse. Der Gewindestift wird durch die Keilwellenbuchse bis in die Passfeder gedreht. Die Passfeder hat extra eine Bohrung für den Stift.

 

 

Wenn das zweite Zahnrad ab ist, könnt Ihr die Welle aus den Zapfwellendeckel herausziehen.

 

Der Zapfwellendichtring liegt jetzt frei und die ganzen Ersatzteile daneben.

 

 

Da Ihr nun schon so weit gekommen seid, solltet Ihr nicht nur den neuen Wellendichtring der Größe 62x40x12 holen. Besorgt Euch gleichzeitig einen Bogen Dichtpapier und fertigt eine neue Dichtung an.

 

 

 

Wünsche nun viel Spaß beim Zusammenbau.

 

 

Bilder und Text : Thomas aus Velen-Ramsdorf

Demontage und Montage : Thomas, Jörg und Martin aus Velen-Ramsdorf

Technische Fernunterstützung per Internet und E-Mail : Bruno (Ostwestfalen)